Theaterstück der 8. Klasse

Stark, furchtlos und absolut gelassen-

dieses Credo ihrer Hauptrolle haben sich die Schüler/innen der 8. Klasse und die sechs Gastschüler aus Litauen zu Herzen genommen. In ihrem Theaterstück entführten sie in eine aufregende, spannende und unterhaltsame Geschichte um den Beamten Max und seine Kollegin Sophie. Zwischen Ärger und Korruption im Bauamt und den Wirrungen in den vergangenen Zeiten muss Max sich zurechtfinden und sich behaupten.

Max arbeitet als Angestellter im Bauamt und leidet unter einem mysteriösen Phänomen. Er reist beim durchqueren von Türen plötzlich durch die Zeit. Vor eindrücklichen Kulissen, für die häufigen Szenenwechsel auf vier Ebenen aufgebaut, den entsprechenden Hintergrundgeräuschen und der perfekt abgestimmten Beleuchtung, schaffte es die Klasse viele verschiedene Schauplätze realitätsnah darzustellen. So fand man sich mit Max auf dem bunten Marktplatz von Stade wieder, zwischen Barbier und Quacksalber, welche Zähne zogen und fragwürdige, schmerzlindernde Mittelchen vertrieben. Dort wird Max als ein verschwundener Rebellenführer erkannt und im Rüstjer Forst, wo die Rebellen sich versteckt halten und sich wild, ungehobelt und lustig zeigen, als Maximus gefeiert.

Ein Troubadour rettet ihn aus einigen brenzligen Situationen und eröffnet ihm sein Herz, welches Max`Kollegin Sophie gehört. Bei seinem Psychiater stößt er auf wenig Verständnis, dieser analysiert und attestiert ihm ständig neue Traumata, Komplexe und komplizierte Theorien.

Bald stellt Max fest, dass auch Sophie in der Zeit reist. Vor der Kulisse des Agathenburger Schlosses, taucht sie als Kammerzofe auf, als Max auch noch für den verschollenen Neffen des Fürsten gehalten wird und er wieder vom Troubadour gerettet wird. Sehr amüsant ist die Szene in der Max in einem Kloster Unterschlupf sucht und von den lebenslustigen, schnapstrinkenden Nonnen versteckt und verkleidet wird. Herrlich der Soldat, welcher sich in die junge Nonne verguckt.

Auf dem Bauamt steht Max vor einem weiteren Problem. Roma- Familien sollen durch einen gefälschten Pachtvertrag aus ihrem Wohngebiet vertrieben werden. Die Roma- Kinder wurden herrlich ausgelasssen und unerzogen von drei Schülerinnen aus Litauen dargestellt. Mit der unerwarteten Hilfe von Sophie gelingt es Max schließlich seine Vorgesetzte der Korruption zu überführen.

Die vielen Szenenwechsel und verschiedenen Zeiten und abwechselnden Dialoge zwischen Max und seinem Psychiater oder dem Troubador sorgten für eine kurzweilige Zeit bei den  Zuschauern, welche die Pointen mit vielen Lachern und Applaus belohnten. Bemerkenswert ist das von einem Schüler selbstkomponierte und dirigierte Musikstück am Anfang der Aufführung.

Stark, furchtlos und absolut gelassen meisterten die Jugendlichen mit spürbarer Spielfreude den Abend und entließen ihr Publikum mit dem Rat öfter genauer hinzusehen, um den Zauber des Augenblicks nicht zu verpassen.