Irres Haus: Theaterstück der 12. Klasse

Mit einem schauspielerische Feuerwerk präsentierte sich die 12. Klasse am 22. und 25. Juni 2018 in einem selbst adaptierten Theaterstück von Ken Campbell: Mr. Pilks Irrenhaus.

Bereits in der Einführung wurde dazu geraten, keinen Sinn in der absurden Handlung zu suchen. Handelt es sich doch um „Traumsequenzen“ des irren Mr. Pilk, angedeutet in therapeutischen Sitzungen, die eher zusammenhanglos Absurditäten aufzeigen. Das Absurde, so auch in der Einleitung durch Deutschlehrer A. Wilske thematisiert, hat absichtlich keine Aussage. So konnte sich die Aufmerksamkeit auf die Protagonisten auf der Bühne fokussieren. 

Zu Beginn bot die 12. Klasse in gewohnter Qualität eine musikalische Einstimmung mit einem Ausdrucksspektrum von scheinbar biederen Klängen über jazzige Töne bis hin zu einem experimentell-irren Abschluss, der die Tür zum Theaterstück öffnete und das Publikum anwärmte. Es folgte sodann ein Feuerwerk an schrägen Momenten. Den Darstellern war dabei in jeder einzelnen Szene die Lust am Spielen anzusehen. Wunderbar von Herrn Wilske und der Regisseurin Frau Goetze vorbereitet, konnten Mimik, Theatralik und Ausdruck die Zuschauer vollkommen überzeugen und mitreißen. Jede Sequenz für sich war jeweils schon ein schauspielerisches Kleinod. Auf Einzelheiten weiter einzugehen ist müßig, das Stück, angereichert mit Ergänzungen der 12. Klasse, ist als Ganzes zu sehen und zu würdigen.

Es muss an dieser Stelle auch angeführt werden, dass, bedingt durch Prüfungen, eigentlich kaum Zeit für das Einstudieren eines solchen Stückes bestand. Umso höher ist die Leistung der 12. Klasse zu sehen, die sich selbst das größte Geschenk gemacht hat. …und dem Autor dieses Textes letztlich doch einen Sinn offenbart hat: Weiterhin die geliebten Arbeitstage abzuleisten, um damit die Schule zu erhalten und unseren Kindern so die Möglichkeit zu geben etwas so Irrsinniges und Wunderbares auf die Bühne bringen zu können.