Festlicher Moment im Bahnhof Stade am 26. Juni 2018

Seit nunmehr sieben Jahren kooperiert die Freie Waldorfschule Stade mit der Deutschen Bahn, der S-Bahn und der Stade Stade im Zusammenhang mit der Ausmalung des Stader Bahnhoftunnels.

Zahlreiche Honorationen der Stadt Stade, angeführt von der Ersten Bürgermeisterin Frau Nieber sowie Olaf Meyer von der Deutschen Bahn, Christian Rolin, Leiter der Stationsbetreuung und Vertreter von Polizei und Justiz wohnten der siebten Präsentation angewandter Kunst in der Bahnhofsunterführung bei. Die jeweilige 11. Klasse gestaltet Jahr für Jahr im Rahmen des Kunstunterrichtes von Hans-Wolfgang Roth die Wände der Bahnhofsunterführung.

Dabei werden gleich mehrere Anliegen eingelöst:
* eine typische „dunkle Ecke“ des öffentlichen städtischen Raumes zu verbessern und zu verschönern, dies auch im Einvernehmen und mit Befürwortung von Polizei und Staatsanwaltschaft;

* einen profanen Durchgangsraum in das Bewußtsein zu führen und damit erlebbar zu machen;
* öffentliche Flächen als Kunstraum und Raum für Kunst zu nutzen und dadurch aufzuwerten;
* den Kunstunterricht der 11. Klasse in einem konzentrierten Projekt aus den Schulräumen in den öffentlichen Raum zu verlagern.

In diesem Jahr wurde mit dem Begriff der Begegnung gearbeitet unter dem Motto: „Begegnung führt zu Neuem“. So wurde der Bahnhofstunnel von Neuem zu einer Bildergalerie.

Stilvoll wurde  die öffentliche Präsentation musikalisch umrahmt von Elsa Brockmann (Schülerin der 11. Klasse), die zwei Sätze aus Solosuiten von Johann Sebastian Bach auf dem Cello vortrug. Kunstlehrer Hans-Wolfgang Roth freute sich über die zahlreichen und prominenten Gäste und machte in seiner Rede deutlich, wie wichtig und wertvoll die bestehende Zusammenarbeit sei. Dabei hob er die Bedeutung künstlerischen Wirkens gerade in vergessenen öffentlichen Bereichen hervor. Kurze Ansprachen der Bürgermeisterin und von Vertretern der Deutschen Bahn sorgten für einen wertschätzenden Rahmen in der Bahnhofsunterführung, die durch die offiziellen Vertreter sowie Schüler der Oberstufe, Eltern, Lehrer und andere Vertreter der Waldorfschule Stade und weitere Gäste gut gefüllt war.

Damit wurde „Begegnung“ erlebbar: Die Bahnhofsunterführung glich während der Veranstaltung einer Vernissage mit künstlerischem Anspruch.
Das Projekt soll über Waldorf 100 weltweit Nachahmer finden und Städte und damit die Welt ein wenig bunter machen. Kunst im öffentlichen Raum – Kunst für alle.