Facharbeiten der 11. Klasse

Am 26. und 27. April 2018 präsentierten die 28 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse in öffentlichen Vorträgen ihre Facharbeiten.

Ein großer Moment für die 11. Klässler – vor einem Publikum aus Eltern, Lehrern und Schülern stehen und 10-15 Minuten von den Inhalten und Erfahrungen mit der Facharbeit sprechen und anschließend mit Fragen und Gedanken aus dem Publikum umgehen – ein Durchgang, der Geistesgegenwart erfordert und für manche(n) nicht wenig Überwindung kostete. Respekt allen Akteuren!

Zum Konzept (im Bild einer „Säule“ gesprochen): Die 6-monatige Facharbeit der 11. Klasse soll als „Kapitell“ auf dem gründen, was in den Jahren zuvor in der Jahresarbeit der 8. Klasse, der 6-wöchigen Biografiearbeit der 9. Klasse und der 3-monatigen Quartalsarbeit der 10. Klasse an Sicherheit gewonnen werden konnte.

In der praktisch orientierten Facharbeit geht es darum, auf der Grundlage eines selbst gewählten Projektes oder einer individuellen Fragestellung, forschend und im Umgang mit Quellen redlich zitierend, einen eigenen roten Faden („Leitfragen“) zu verfolgen. Es geht um den individuellen Blick in die Welt, um die eigene Frage an die Welt, die den Schüler, die Schülerin gründlich beschäftigen darf. Wichtig ist das Tätig-Werden mit einer Frage – nicht nur der theoretische Umgang damit. Das ist eine Herausforderung an eine 11. Klassenstufe, in der dies für so manchen noch sehr früh ist, von anderen aber bereits mit dem Interesse, sich in der Welt auszuprobieren, mit Engagement aufgegriffen werden kann. Nicht selten wird das Hobby noch einmal tiefer mit Fragestellungen ausgelotet und überprüft. Die Qualität der Auseinandersetzung ist dann in den 10-15 minütigen Vorträgen zu erleben. Nicht selten war das Publikum dieses Mal so berührt von der Thematik, dass es im Anschluss an den Vortrag noch zu einer kleinen Diskussion kam.

Eindrucksvoll war in diesem Jahr auch, wie selbstbewusst und authentisch die Schülerinnen und Schüler am Rednerpult standen oder sogar ohne Rednerpult ihre Sache vertraten. Auch manche berührenden Einblicke in Persönliches und Schicksal Prägendes durfte das Publikum miterleben.

    

Mehr oder weniger klang immer wieder das große Thema durch: erkenne dich selbst an Deinen Taten oder den Taten der Welt. Darauf hin zielt die Arbeit; denn nicht selten wird aus dieser intensiven Beschäftigung später eine berufliche Richtung, die Aufgabe, der man sich stellen möchte im Leben.

Spannend ist immer wieder, mit welchen Fragen sich die jungen Erwachsenen beschäftigen. Wie drückt sich darin unsere Zeit oder die Zukunft aus? Das Themenspektrum reichte an diesen beiden Tagen von der eigenen musikalischen Komposition, der Frage nach dem Zusammenhang von Religion und Fußball oder der Frage nach dem Kunstbegriff, über die Liebe zur Sprache oder zur Literatur, den Umgang mit dem Müll, der Welt des Wassertropfens, der Notfallversorgung, die verschiedenen Manipulationen in unserer Gesellschaft bis hin zur Archäologie im eigenen Umfeld, der Erstellung einer eigenen Modezeitschrift oder die psychologische Kriegsführung mittels „Social Engineering“.

Wer zusätzlich zum Vortrag Näheres wissen wollte, konnte am jeweiligen Stand der Schülerinnen und Schüler Weiteres erfahren und die Diskussion fortsetzen.