Eurythmieabschluss 2017 der 12. Klasse

Zum Eurythmieabschluss der 12. Klasse begrüßte Ina Steinbach alle Gäste mit einer Würdigung an die Leistung der Schülerinnen und Schüler.

Eurythmie verlange eine hohe Konzentration und bedeute eine maximale Auslastung des Gehirns. Eurythmie bedeute auch ein lebendiges Musikinstrument zu werden, um Worte, Gefühle und Klänge sichtbar werden zu lassen. Sie zeigte sich von dem sozialen Miteinander in der Klasse berührt und lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Das Programm war sehr vielfältig und abwechslungsreich. Sonnenuntergang zum Gedicht von Rainer Maria Rilkes „Abend“,herrlich in Szene gesetzt mit dem Spiel der Beleuchtung, luftige, leichte Sommerstimmung zu Lana del Rays „Summertime sadness“, beeindruckend getragene und nachdenklich stimmende Choreografie zu einem selbstverfassten Gedicht. Immer wieder wurden die Stimmungen der Lieder und Gedichte durch die erarbeiteten Choreografien, Beleuchtung, Gewänder und die Darstelllung der jungen Menschen, fühlbar und berührend dargestellt. So konnte man mit Möwen über das Wasser und in die Luft fliegen, begleitete Schwäne- leicht, hell und frei, aber auch edel und anmutig- ein kleines Stück.

Es gab leidenschaftliche Solodarbietungen wie zu „La muerte del Angel“, gefolgt von spielerisch leichten wie zu „Qi“, zu atemlosen -“Real friends“ und mutig, klaren wie zu „Die Nachtigall“. „Bodenlos“, ebenfalls selbstverfasst, schimmernd ehrlich- „One Day/Reckoning Song“ eindrücklich und verständlich.

Die verschiedenen Stücke und Darbietungen spiegelten die Themen der Jugendlichen wieder, die Identifikation als ich, die eigene Seele, bemerkenswert spürbar bei „Mein Leben wächst in engen Kreisen“. Fließende Choreografien, mal hell und zart zu „L apres- midi“, aber auch führend und dirigierend zu „Time“, begeisterten ebenso wie dunkler inszenierte wie „Rainbow in the Dark“. Das Spiel zwischen Licht und Schatten wirkte bei „Cristoferis Dream“ besonders gelungen und auch die Darbietungen zu „Radioactive, „Apres un reve“ und „Once there was a hushpuppy“ überzeugten. Die in der Gruppe gezeigten Stücke reichten von lebendig und dramatisch bis zu spielerisch und selbstironisch zu F. Van Dannens „Eurythmieschuhe“.

Die Klasse wirkte sehr harmonisch und freundschaftlich zusammen. Nelly Sachs´“Chor der Sterne“ bildete den Abschluß eines kreativ und persönlich gestalteten Abends.

Eurythmie wird an Waldorfschulen unterrichtet, um die gesunde
Bewegungsentwicklung, Gefühlsentwicklung und das Denken zu unterstützen. Auch die Stärkung und Ausbildung des Willens und das Sozialverhalten werden geschult.