Erfahrungen weitergeben

Am 2. Mai 2018 berichtete die 10. Klasse der nachfolgenden 9. Klasse über ihr Betriebspraktikum. Mit dabei: ein Vertreter des ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks).Inzwischen ist es Tradition geworden, dass sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig von ihren Praktika berichten, ihre Berichtshefte an ihrem Stand zur Einsicht vorlegen, für Interessierte Auskunft geben über weitere Erfahrungen und Bedingungen. Das Ganze geschieht im öffentlichen Rahmen unter der Teilnahme der Eltern und KollegInnen sowie der Schülerinnen und Schüler der kommenden 10. Klasse und deren Eltern. So wird der Bericht gleichzeitig eine Übergabe an die nachfolgende Klasse mit Hinweisen, auf was man bei der Bewerbung achten sollte und was einem so alles passieren kann in einem Betriebspraktikum.

Im Allgemeinen war die Erfahrung im „Berufsalltag“ für die meisten eine Bereicherung bis dahin, dass Angebote für Ausbildungsplätze ausgesprochen wurden und beruflich der Weg Klarheit bekam, für manche aber auch insofern, dass sie merkten, dass für den beruflichen Alltag noch mehr Voraussetzungen mitzubringen notwendig sind, als vorher gedacht.

„Mehr Waldorfschüler fürs Handwerk“

Im Rahmen des bestehenden Kooperationsvertrages zwischen dem Bund der Freien Waldorfschulen und dem ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) sprach Herr Prigge, zuständig für Nachwuchswerbung und Ausbildungsberatung der Handwerkskammer im Raum Braunschweig-Lüneburg-Stade zu den Anwesenden und stellte für die 9.- und 10.- Klässler verschiedene berufliche Wege und Abschlüsse sowie alternative Studienzugänge über handwerkliche Berufsabschlüsse vor. Er zeichnete unterschiedliche Bildungswege: den praktischen Weg über einen Realschulabschluss mit nachfolgender Lehrausbildung hin zum Studium ebenso wie umgekehrt den Weg über das Abitur an der Waldorfschule hin zum Handwerk.

Wichtig ist für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, dass sie sich frühzeitig bewerben sollten, wenn sie eine gute Praktikumsstelle finden wollen. Selbstverständlich dürfen die persönlichen Neigungen und Interesse bei der Auswahl des Praktikums nicht vergessen werden. „Bei Desinteresse können die 4 Wochen schon recht lang werden“, so das Resümee der 10.-Klässler. Wer noch nicht weiß, wo er sich bewerben könnte, darf gerne die Beratung in der Schule in Anspruch nehmen; in weit über 200 Betrieben waren bisher Schülerinnen und Schüler unserer Schule gerne gesehen. Die Chance dort angenommen zu werden, ist deshalb groß.