Bildnerische Bahnhofspflege 2017

Bildnerische Bahnhofspflege 2017

Dieses Projekt in der Stader Bahnhofsunterführung, schafft eine lebendige Beziehung der Schüler zu ihrer Heimatstadt und lässt sie die Auswirkung von bildnerischem Bewusstsein auf die Atmosphäre in einem “kritischen” Stadtraum erleben.

In diesem Jahr gingen die Schüler bewusst auf ein Thema zu, das für sie in dieser Altersstufe mit dem Bewusstsein greifbar ist und das mit den Mitteln der Malerei ideal bearbeitet werden kann: das Gefühl, die Empfindung, die Emotion, die Laune….- der bewusste Umgang damit. Wie kann man das Emotionale steuern , in die Hand bekommen, Führung dafür übernehmen und den Ausdruck beeinflussen?

Die individuellen bildnerischen Äußerungen der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Emotionalität waren so kraftvoll und haben den gesamten Tunnelraum derartig ergriffen, dass viele Nutzer des Tunnels zwar einerseits erfreut waren, die Waldorfschule wieder im Bahnhof tätig zu sehen, aber sie verhehlten auch nicht ihren Eindruck, dass die Bilder doch sehr kräftig seien.

Kleine Fenster zur großen Kunst

Aufgrund einiger diesbezüglicher Aussagen waren die Schülerinnen und Schüler bereit, gezielt Menschen anzusprechen und um ein Feedback zu bitten. Als sich die Aussagen der Durchgehenden bestätigten, war es deutlich, dass, um die Tunnelnutzer nicht zu belasten, die „Energie“ eingegrenzt werden musste. Dafür wurde die Idee der rechteckigen, verstreuten Bildausschnitten eingesetzt.

Es war ein schwerer Schritt vom Persönlichen loszulassen und sich einem übergeordneten Prinzip zu beugen. Doch das Ergebnis brachte uns eine neue Erfahrung mit der Verantwortung und der Wirkung im öffentlichen Raum und beschenkte uns mit bestätigendem positiven Feedback.